Glorreicher Abschluss mit Beethovens Neunter in Erl
Photography by Scheffold Media
Article by Dr. Helmut Pitsch from Opera Online
Draußen klirrende Kälte drinnen wohlige Wärme und emsiges Treiben. Die Tiroler Winter Festspiele gehen erfolgreich in die Zielgerade mit 97% Auslastung oder 8000 Besucher bei 13 Veranstaltungen. Mit einem feierlichen Konzert am Drei Königstag verabschiedet sich das Festival von seinem zahlreich erschienen Publikum…
Ludwig van Beethovens Symphonie Nr 9 d moll op 125 zählt wohl zu den bekanntesten klassischen Werken und wurde 2001 UNESCO Kulturerbe. Mit der Idee einer Chorkantate im Finalsatz schuf sich der Komponist Unsterblichkeit. Seine Vertonung von Friedrich Schillers Ode „Freude schöner Götterfunke“ wurde der Inbegriff von Frieden und Brüderlichkeit und zur Europahymne ausgewählt. In den drei vorangestellten Sätzen, einem Trauermarsch, einem schwelgerischem Tanz und einem getragenen Adagio klingen die Melodien der finalen Ode immer wieder durch. Rustioni und das Orchester finden gut zusammen, immer klarer und präziser wird die Modellierung der Harmonien.
Der Italiener markiert die Einsätze, dreht an der Lautstärke, die oft genug fordernd ist. Der Chor der Tiroler Festspiele - Einstudierung Olga Yanum - wird für das monumentale Finale vom Bachchor Salzburg unter der Einstudierung von Michael Schneider ergänzt. Gemeinsam erfüllen die beiden Ensembles das Festspielhaus und bringen es wahrhaft zum Schwingen. Die berühmten Worte durchdringen Haus und Publikum. Ergreifend schaffen die Solisten …