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VERDI IN LYON 2018
VOILÀ UN VRAI FESTIVAL!

Macbeth
Dass ich mit dieser gewiss diskutablen Produktion nicht wirklich glücklich wurde, mag auch damit zusammenhängen, dass sie sich immer wieder mit dem glühenden Dirigat von Daniele Rustioni beißt, der vom ersten Ton an die Tragödie vorantreibt, dramatisch, aber auch überaus sensibel und nie gehetzt, voller raffiniert gestalteter Details an Farben und jähen Umschwüngen.
...Ein Hoch auf den engagiert spielenden und stilistisch sattelfesten, von Marco Ozbic vorbereiteten Chor; namentlich die Hexenchöre haben Biss, ohne ins Keifen zu kippen.

Don Carlos
...Daniele Rustioni und das Orchester treffen den Ton mit einer Sicherheit, dass man Gefahr läuft, sie für selbstverständlich zu nehmen. Dabei ist das sensible   Begleitung und Akzentsetzung mit einem durchaus impulsiven Gestus, kein Riesenstreichorchester mit gelegentlichen anderen Farbtupfern, sondern mustergültige Pflege von Verdis abwechslungsreicher und dramaturgisch stringenter Orchestration.

Attila
...Daniele Rustioni dirigiert einmal mehr einen Hochgenuss an Verdi – die dynamischen Tempi, die erfüllten ruhigen Momente, vor allem die sorgfältig gestalteten Übergänge (Pausen sind nie Löcher) und wunderbar gesetzten Kontraste begeistern drei Abende lang.

Operalounge.de, Samuel Zinsli

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